Technik und Retro-Gaming mit extra viel Crunch!

Die Wahl des Equipments ist sehr individuell und vom eigenen Geschmack und den eigenen Gewohnheiten abhängig.

Recording im Podcast-Zimmer

Der Normallfall bei der Aufnahme ist die Aufnahme des Podcastes im Podcast-Zimmer – das akustisch verbesserte Arbeitszimmer. Während der Hall durch Akustik-Schaumstoff in dem Bereich des Schreibtisches schon ein wenig reduziert wird, sorgt ein direkt am Mikrofon platzierter Micscreen für die Reduzierung des übrig gebliebenen Halls und reduziert auch Umgebungsgeräusche leicht. Für die Aufnahme verwende ich das Rode NT USB-Mikrofon.

Da viele Mikrofonständer für die Aufnahme im Stehen gedacht sind, kommt als Stativ ein Kamerastativ von Neewer zum Einsatz. Mittels einer Adapterschraube passt die Mikrofonausrüstung hervorragend auf die 1/4-Zoll-Schraube des Stativs. Dazwischen wird der Micscreen über seine Schiene befestigt.

Damit die Konstruktion eine gewisse Stabilität hat, sollte das Stativ für 5kg Gewicht ausgelegt sein. Für kleine Kompaktkameras gedachte Stative sind oft instabil, oder halten erst gar nicht.

Recording unterwegs

Podcasten sollte vor allem eines sein: Einfach. Zwar versucht man natürlich immer, die bestmögliche Qualität aus seiner Aufnahme herauszuholen, und das Befassen mit der Technik macht ungeheuer Spaß – wenn die Optimierung jedoch mehr dem Selbstzweck dient, geht oft der Spaß am Podcasten schnell verloren (oder ist schon längst verloren gegangen).

Daher nehme ich unterwegs mit dem Zoom H1n-Recorder über die integrierten Mikrofone auf. Mit ein wenig Nachbearbeitung (eine leichte Rauschunterdrückung, Justierung am Equalizer und leichte Kompression) klingt die Aufnahme satter und bietet einen sehr annehmbaren Kompromiss aus Preis, Handling und Qualität. Ausschlaggebend ist vielmehr die Umgebung unterwegs und der Abstand zum Mikrofon.

Ein preiswerter Kamera-Griff mit 1/4-Zoll-Schraube hilft bei der Handhabung des Recorders während der Aufnahme – da die Mikrofone nicht vom Gehäuse gekapselt sind, hört man Handgeräusche sonst leider sehr laut in der Aufnahme. Der gummierte Griff reduziert diese und ermöglicht durch den Kugelkopf einen passenden Winkel.

Kleines Gimmick: Der Griff bietet unten ein 3/8-Zoll-Gewinde, weshalb man bspw. das kleine, mitgelieferte Stativ vom Rode NT USB hervorragend verwenden kann.

Das ganze Setup kann in einer kleinen Tasche verstaut und perfekt transportiert werden – samt Kopfhörer und einigen Adapter-Kabeln. Alternativ kann auch das Rode NT USB an das iPhone angeschlossen werden.

Audiohardware

  • Rode NT USB – Das Rode NT USB ist eine hervorragende Wahl, wenn man sich für ein USB-Mikrofon entscheiden möchte. Da ich mit der Qualität zufrieden bin und kein Interface für den Anschluss von mehreren Mikrofonen benötige, fahre ich mit dem integrierten Interface und dem Anschluss via USB sehr gut.
  • ZOOM H1n inkl. Zubehörpaket APH-1n – Für Aufnahmen unterwegs bzw. ohne PC verwende ich den ZOOM H1n-Recorder. Die Qualität der beiden integrierten Mikrofone ist solide. Durch die in der “n”-Version verbesserte Button-Anordnung ist das Setup einfach und in wenigen Sekunden eingestellt und aufnahmebereit.
  • Marshall Major 2 – Dieser Kopfhörer ist aufgrund seines kultigen Designs und der sehr annehmbaren Klangqualität in dieser Preisklasse ein beliebtes Produkt. Da er regelmäßig in den Verkaufscharts weit oben auftaucht und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ein Zuhörer diesen verwendet, liegt es nur nahe, zum Probe-Hören darauf zurückzugreifen.
  • Ultimate Ears Boom II – Ebenfalls ein beliebter Lautsprecher. Aufgrund seiner großen Verbreitung höre ich den Podcast auch auf diesem Gerät Probe.
  • Diverse weitere Kopfhörer – Beim Probe-Hören und Abmischen höre ich sporadisch auch mit weiteren Kopfhörern (Apple EarPods, JBL Tune 100, etc.) rein.

Software

  • SOUND FORGE Audio Studio – In meinem Workflow kommt nach der Aufnahme zunächst das reine schneiden – evtl. unerwünschte Stellen werden entfernt und die Sounddatei in Form gebracht. Dies ist mit SOUND FORGE extrem intuitiv, da Funktionen wie automatische Crossfades etc. den Ablauf beschleunigen.
  • MAGIX Music Maker – Mittlerweile seit einigen Jahren verwende ich zum Abmischen den MAGIX MusicMaker. Damals aus Budget-gründen gewählt, bin ich mit dem Programm mittlerweile recht vertraut und habe es gut in den Workflow integriert. Hier kommt ein leichter Kompressor sowie der Equalizer zum Einsatz, sowie ein VST-Plugin für die Lautheit.
  • LUFS-Meter von Klangfreund – Ein Thema, welches ich in den ersten elf Episoden leider zu sehr vernachlässigt habe, ist die Lautheit des Podcasts. Daher kommt ab POMM012 das LUFS-Meter von Klangfreund zum Einsatz, um die Lautheit auf ein angenehmes Maß anzuheben.

Zubehör

  • Neewer NW-6 Micscreen – Da das Arbeitszimmer nur nach und nach zum Podcast-Zimmer umgebaut wird, allerdings natürlich immer noch kein Tonstudio ist, verwende ich für die Aufnahme einen Micscreen. Dieser reduziert den Hall in der Aufnahme. Ein netter Nebeneffekt ist, dass Störgeräusche von anderen Störquellen (PC-Lüfter, Geräusche von draußen) ein wenig abgemildert werden.
  • Kamerastativ von Neewer – mit passender Adapterschraube von Manfrotto
  • Schwanenhals Tablet-Halterung – Da man hinter dem Micscreen natürlich sehr abgeschirmt ist, ist es schwer bis unmöglich, auf seinen PC-Monitor zu sehen. Da dieser zudem auch unnötig ablenken würde, montiere ich mein Tablet so, dass ich während der Aufnahme bequem darauf sehen kann. Hierfür kommt eine Schwanenhals-Halterung zum Einsatz.
  • Tablet – Um die Notizen während der Aufnahme parat zu haben, verwende ich ein Tablet. Dies dient nur der Anzeige der Notizen und wird über eine kleine Bluetooth-Tastatur gesteuert (primär nur scrollen).
  • Diverse Lightning-Adapter – Da ich von Zeit zu Zeit den Zoom-Recorder oder das Rode NT USB am iPhone anschliesse, habe ich noch den entsprechenden Lightning-zu-USB-Adapter von Apple.Kam
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